STAATLICHE BERUFSFACH- UND FACHSCHULE FÜR GEIGENBAU UND ZUPFINSTRUMENTENMACHER MITTENWALD

  • Die klassische Ausbildung zum Geigenbauer vertiefte ich durch ein umfangreiches privates Studium in- und ausländischer Quellen historischer und zeitgenössischer Autoren. Ziel war ein besseres Verständnis der Arbeitsweisen des klassischen Geigenbaus in den Bereichen der Holzverarbeitung, Akustik, Lack- und Farb-
    stoffherstellung.
  • Hinzu kam die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit klassischen (z.B. Abstimmungstheorien, Fuhrmethode, Hutchinsmethode) und modernen (z.B. Modalanalyse) Arbeitsmethoden, um sich dem Problem der Klanggestaltung von physikalischer Seite zu nähern.
  • Ein weiteres Interesse galt der Welt der Barockinstrumente und Barockbogen. Erste Anregungen erhielt ich durch Ingo Muthesius (Paris).

PIERANGELO BALZARINI (CREMONA, ITALIEN)

  • Nach Mittenwald eröffnete sich mir die Chance, im italienischen Mekka des Geigenbaues zu arbeiten. Die zwei-
    jährige Tätigkeit für Pierangelo Balzarini (Triennalegewinner, Juror internationaler Geigenbauwettbewerbe) war in geigenbauerischer Hinsicht stilprägend.

SEIT 1996 MITGLIED DER "VIOLIN SOCIETY OF AMERICA"

 
EMILIO SLAVIERO (CREMONA, ITALIEN)

  • Vertiefung der bogenbauerischen Arbeit bei einem der namhaftesten Bogenbauer Italiens (Barockbogenbau und Bogenrestaurierung).
  • Parallel erste Versuche im Schnitzen von Köpfen für Barockinstrumente unter der Anleitung von Marcello Ive (Cremona).

TOMÁS PILAR (HRADEC KRÁLOVÉ, TSCHECHISCHE REPUBLIK)

  • Wiederaufnahme der Beschäftigung mit systematischen Arbeitsmethoden zur Verteilung der Plattenstärken von Decke und Boden. Die Familie Pilar ist eine der bedeutendsten Geigenbauerdynastien Tschechiens und verfügt
    über jahrzehntelange Erfahrung, wenn es um die Reproduzierbarkeit klanglicher Ergebnisse geht.

FRANK RAVATIN (SAINT-FLORENT-LE-VIEL, FRANKREICH)

  • In der Zusammenarbeit mit Frank Ravatin, einem vielfach ausgezeichneten und als Juror für die "Violin Society of America" tätigen Geigenbauer, ging es um neue stilistische Ansätze und Aspekte landestypischer bzw. persön-
    licher Arbeitstechniken.

HIERONYMUS KÖSTLER (STUTTGART, DEUTSCHLAND)

  • Nach Jahren des Neubaues galt es, das Berufsbild mit dem Studium historischer Instrumente und deren Restau-
    rierung zu komplettieren. Die ständige Präsenz wertvollster Instrumente in einer der renommiertesten Werkstätten
    für Restaurierung und Begutachtungen eröffnete weitreichende Möglichkeiten des Arbeitens und des Austausches mit Kollegen und Musikern.

ERWERB DES MEISTERTITELS

 
REINHARD FISCHER (HAMBURG, DEUTSCHLAND)

  • Erneute Beschäftigung mit dem Thema Barockinstrumente (Bau von Barockinstrumenten und Barockbogen, Schnitztechniken). Reinhard Fischer gilt als Experte im Bereich der Barockinstrumente des deutschsprachigen Raumes (Thielke, Hoffmann).

WALTER KIRSCHFINK (SANTIAGO, CHILE UND BUENOS AIRES, ARGENTINIEN)

  • 2002 entsprach ich der Bitte Walter Kirschfinks (Mitherausgeber der "Datenbank für Versteigerungen von Streichinstrumenten", seit 1984) und unterrichtete als Geigenbaulehrer in seinen Werkstätten in Santiago und Buenos Aires.

2003 ERÖFFNUNG DES "ATELIER FÜR STREICHINSTRUMENTE WÜRZBURG"